Druckschrift 
2 (1842)
Entstehung
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war cr wieder ganz versunken in jene mystischen Wünscheund Vermuthungen, welche die ihn umschwebende Erinne-rung anZanoni immer in ihm erweckic. Und wie er durchdie Straßen wunderte, war cr sich selbst kaum bewußt,wohin er ging, bis er sich, in Kraft mechanischer Gewohn-heit, mitten in einer jener edeln Gemäldesammlungen be-fand, die de» Stolz jener italienischen Städte ansmachen,deren Ruhm ans der Vergangenheit beruht. Dahin warcr gewohnt sich beinahe täglich zu begeben, denn die Gal-lerie enthielt einige der schönsten Werke eines Meisters,welcher ganz besonders Gegenstand seines Studiums undseiner Bewunderung war. Hier hatte er oft in tiefer undernster Ehrfurcht vor den Werken Salvators verweilt.Das auffallend Charakteristische an diesem Künstler istdie Lebendigkeit des Willens; entbehrend der hö-her» Idee der abstrakten Schönheit, welche dem Geniusvon noch erlauchterem Range sein Vorbild und seinenArchetypus an die Hand gibt, haut dieser Mann mit sei-ner eigcnthümlichcn Energie sich eine ganz eigene Würdeaus dem Felsblvck. Seine Bilder haben die Majestätnicht des Gottes, sondern des Wilden; gänzlich frei, wiedie erhabeneren Schulen, von der Alltäglichkeit der Nach-ahmung entfernt, mit ihnen, von der konventionellenKleinheit des Wirklichen ergreift er mächtig die Ein-bildungskraft, und zwingt sie, ihn, zu folgen, nicht zumHimmel, sondern durch Alles, wag nur recht wild undphantastisch ist auf Erden; eine Zauberei, nicht deösternbesäten Magiers, sondern des dnstern HerenmeisterS

Bulwer'S Romane. X6VI. 8