schaft. Er besuchte Neapel vor etwa zwei Zähren, undist jüngst wieder gekommen : er ist sehr reich, ja ganzenormEin höchst angenehmer Mann. Es that mir leid,ihn diesen Abend so seltsam reden zu hören; es dient dießnur, den vielen thörichtcn Gerüchten, die über ihn im Um-lauf sind, Nahrung und Ermunterung zu geben."
„Und gewiß," sagte ein anderer Neapolitaner, „derVorfall, der sich erst dieser Tage zutrug, und Euch, Ce-tera, so wohl bekannt ist, bestätigt die Gerüchte, die Ihrzurückzuweisen Euch die Miene gebt."
„Ich und meine Landsleute," sagte Glyndon, „ver-kehren so wenig mit Neapolitanischer Gesellschaft, daßuns vieles entgeht, was Wohl eines lebhaften Interesseswerth scheint. Darf ich fragen, was die Gerüchte sind,und was der Vorfall, wovon Ihr sprächet?"
„Was die Gerüchte betrifft, meine Herren," sagteCetora, sich höflich gegen die beiden Engländer wendend,„so mag es genügen zu erwähnen, daß sie dem SignorZanoni gewisse Eigenschaften beilegen, welche Jeder fürsich selbst wünscht, aber wegen deren er jeden Andern, dersie besitzt, verdammt. Der Vorfall, auf welchen SignorBelgioso anspicltc, setzte jene Eigenschaften ins Licht undist, ich muß gestehen, etwas befremdend. Ihr spielt ver-mnthlich, meine Herren?" Hier hielt Cetora tnne; undda die beiden Engländer wahrscheinlich einige wenigeScudi auf den öffentlichen Spieltischen eingesetzt hatten,nickten sie seiner Vermnthung Bejahung zu. Cetora fuhrfort: „Nun denn, vor wenigen Tagen, und eben an dem