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Euch selbst; sie sind nicht hier. Gesegnete Heilige! dasist gräßlich; er hat mich berührt! ich bin des Todes!"
„Todt! Wer ist todt? Ist Jemand todt?"
„Ach, ah, sprecht nicht so ; Ihr müßt es wohl wissen;meine arme Gebieterin — sie erbte das Fieber von Euch!«S ist ansteckend genug, eine ganze Stadt zu tödten. SanGenuaro beschütze mich! Meine arme Gebieterin — sieist todt, auch begraben dazu; und ich, Eure getreue Gia-netta, wehe mir! Geht, geht — zu — zu Bette wieder,theurer Meister, geht!"
Der arme Musiker blieb einen Augenblick stumm undregungslos stehen, dann rann ein leichter Schauer durchseinen Körper; er wandte sich um und schwankte zurück,leise und gespcnsterhaft, wie er gekommen. Er kam in dasZimmer, wo er zu komponiren gewohnt gewesen — woseine Frau, mit ihrer holden Geduld, so oft an seinerSeite gesessen, und gelobt und geschmeichelt hatte, wenndie Welt nur spottete und höhnte. In einer Ecke fand erden Lorbeerkranz, den sie ihm in jener glücklichen Nachtdes Ruhmes und Triumphs auf die Siirne gedrückt; undnahe dabei, halb versteckt von ihrer Mantille, lag inseinem Gehäuse daS vernachlässigte Instrument.
Viola blieb nicht lang aus; sie hatte den Arzt ge-sunden, sie kehrte mit ihm zurück, und als sie über dieSchwelle traten, hörten sie von innen Mnsik — Musikvon durchbohrender, herizerreißender Schmerzlichkeit; eswar nicht wie ein bewußtloses Instrument, mechanisch ge-horsam einer menschlichen Hand — es war, wie wenn