Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
99
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drucksvollcn Macht seiner Kunst zu unterwerfen, seinStolz war die entsetzliche Fabel, die sich an die Ver-wandlung der Philomele knüpft. Die Pantomime in Tö-nen begann mit der lustigen Fröhlichkeit eines Festes.Der König von Thracien sitzt bei seinem Bankett, einplötzlicher Mißton gellt durch die fröhlichen Note» dieSaiten scheinen vor Entsetzen zn kreischen. Der Königerfährt den Mord seines Sohnes durch die Hand der rä-chenden Schwestern: wild toben die Saiten durch dieLeidenschaften der Furcht, des AbscheuS, dcr Wnth,desJammers. Der Vater verfolgt die Schwestern. Horch,was verwandelt das Entsetzen, den Mißklang, in diese-langsame, silberhelle, klagende Musik? Die Verwandlungist vollendet, und Philomelc, jetzt die Nachtigall, strömtans dem Myrthengcbüsche die vollen, schmelzenden, flüssi-gen Noten, welche der Welt zu allen Zeiten die Geschichteihrer Unbilden und Leiden erzählen sollen. Mitten nunwährend dieser verwickelten und schwierigen Ausgabe er-litt die Gesundheit des nberangestrcngtcn Musikers, auf-geregt ebenso durch den früheren Triumph, wie durch denneuen Ehrgeiz, plötzlich einen Stoß. Er erkrankte Nachts,Am nächsten Morgen sprach der Arzt ans, seine Krankheitsey ein bösartiges, ansteckendes Fieber, Seine Frau undViola theilten sich in die zärtlichste Pflege bei Tag undbei Nacht, aber bald blieb diesePflicht derLetzteren allein.Die Signora Pisani wurde angesteckt von seiner Krank-heit, und befand sich nach wenigen Stunden schon in einem

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