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bei Variationen herauskommen soll. Jeder kann seineGeige beherrschen, wenn cs sein eigenes Werk ist, mitdem seine Grillen den Teufel spielen möchten.
Und Viola ist der Abgott, das Tagesgespräch vonNeapel. Sie ist dis verwöhnte Sultanin der Bretter. IhrSpiel zu verderben mag leicht genug seyn — werden sieauch ihre Natur verderben? Nein, ich denke nicht. Da»zu Hause ist sie noch gut und einfach, und unter dem Zelt-tuch vor derThüre, da sitzt sie noch, in himmlischen Träu-mereien. Wie oft, krummstämmiger Baum, schaut sicauf nach deinen grünen Zweigen! wie oft ringt sie, wieDu, in ihren Träumen und Phantasien, nach dem Lichtempor; — nicht nach dem Licht der Bühnenlampen. Pah,Kind, begnüge dich mit den Lampen, selbst mit den Bin-senlichtern ! Eine Pfennigkerze paßt besser für die Pflich-ten der Häuslichkeit, als die Sterne.
Wochen verstrichen und der Fremde erschien nichtwieder; Monate waren verflossen, und seine Prophezeiungvon Leid und Kummer war noch nicht in Erfüllung ge-gangen. Eines Abends ward Pisani von einer Krankheitergriffen. Sein Erfolg hatte zur Folge gehabt, daß anden lange vernachlässigten Componisten dringende Bittenum Concerte und Sonaten, seiner ausgezeichneten, eigen-thnmlichen Kunst auf der Violine entsprechend, ergingen.Einige Wochen hatte er Tag und Nacht an einem Stückegearbeitet, in welchem er sich selbst zu übertreffen hoffte.Er nahm, wie gewöhnlich, einen jener dem Anschein nachgar nicht zu bewältigenden Vorwürfe, welche der aus-