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„Ihr entzückt mich, Cousin Rene," sagte der Me,welcher seinem Verwandten mit großer Freude zugehörthatte. „Ach ich sehe, Ihr habt ganz richtige Ansichtenvon Gerechtigkeit und Philanthropie. Warum habe ichnicht früher Eure Bekanntschaft gesucht! Ihr bewundertdie Revolution? Ihr verabscheut, wie ich, die Barbareider Könige und den Betrug der Priester?"
„Verabscheuen! wie könnte ich die Menschheit lie-ben, wenn ich das nicht thäte?"
„Und," sagte der Alte zögernd, „Ihr glaubt nicht,mit diesem edeln Herrn, daß ich geirrt habe in den Leh-ren, die ich jenem Unglücklichen bcibrachte?"
„Geirrt? War Sokrates zu tadeln, wenn Alcibia-deS ein Ehebrecher und Verräther war?"
„Ihr hört ihn — Ihr hört ihn! Aber Sokrates hatteauch einenPlato; hinfort sollt Ihr mein Plato scpn. Ihrhört ihn?" rief der Alte, zu dem Fremden sich wendend.
Aber dieser war schon au der Schwelle. Wer solltestreiten mit der verstocktesten unter allen Bigotterien —mit dem Fanatismus des Unglaubens?
„Geht Ihr?" rief Dumas, „und ehe ich Euch nochgedankt. Euch gesegnet habe für die Rettung des Lebensdieses theuren, ehrwürdigen Mannes! O, wenn ich Euchje vergelten kann — wenn Ihr je das Herzblut ReneDumas' verlangt" — so mit Gewandtheit sich selbst loS-machend, folgte er dem Fremden bis zur Schwelle derzweiten Gemaches, hielt ihn hier sanft und leise zurück,sah über die Achsel sich um, sich zu versichern, daß ihn