Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
93
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SS

an, und suchte ihn dann ernstlich, aber vergebens, zubewegen, als Angeber seines Schützlings aufzutreten.

Still, still, Rene Dumas!" sagte der Alte;Ihrseyd ein Advokat. Ihr seyd dazu erzogen, das Menschen-leben mit Verachtung anzusehen. Uebertritt nur irgendEiner ein Gesetz, so brüllt Ihr: Richtet ihn hin!"

Ich!" rief Dumas, die Hände erhebend, und dieAugen aufschlagend,ehrwürdiger Weiser, wie falsch be-urtheilt Jhr mich ! Zch beklage mehr als irgend Einer dieStrenge unseres Gesetzbuches. Ich glaube, der Staatsollte nie einem Menschen das Leben nehmen nein,nicht einmal einem Mörder. Ich stimme ganz dem jun-gen Staatsmann bei Maximilian Robespierre daßder Scharfrichter eine Erfindung des Tyrannen sey. Meinebrünstige Hoffnung sogar zu unserer voranschreitendenRevolution ist, daß sie diese gesetzliche Schlächterei ver-tilge.

Der Advokat schwieg, außer Athem. Der Fremde be-trachtete ihn festen Blickes und wurde blaß.

Ihr wechselt die Farbe, Herr," sagte Dumas.Ihrseyd nicht meiner Meinung."

Verzeiht, ich unterdrückte in diesem Augenblick eineunbestimmte Furcht, die wie prophetisch schien"

Und diese Furcht"

Wir möchten uns wieder begegnen zu einer Zeit,wo Eure Ansichten von der Todesstrafe und von der Phi-losophie der Revolutionen ganz verändert seyn dürften."

Nimmermehr!"