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er sah den Räuber in seinem Werke begriffen; er saßeinen Augenblick aufrecht da, wie angenagelt, mehr nochvon Erstaunen, als von Schrecken. Endlich sprang er ausseinem Bette:
„Gerechter Himmel! träume ich! Du — Du —Du, für den ich arbeitete und darbte! — Du!"
Der Räuber fuhr zusammen, das Gold entfiel seinerHand und rollte auf dem Boden umher.
„Was!" sagte er, „bist Du noch nicht tobt? Hat dasGift nicht gewirkt?"
„Gift! Knabe! Ha!" kreischte der Alte, und bedecktesich das Gesicht mit den Händen; dann, mit PlötzlicherEnergie rief er aus: „Jean, Jean! nimm dies Wortzurück! Beraube, plündere mich, wenn Du willst, abersage nicht, daß Du den ermorden könntest, der nur fürDich lebte! Da, da, nimm das Gold; ich habe eS nurfür Dich aufgehäust. Geh — geh!" und der Alte, derin seiner Aufregung das Bett verlassen, fiel nieder zu denFüßen des Meuchelmörders, dem sein Anschlag mißlun-gen, und wand sich am Boden — in geistigen Qualen,die noch unerträglicher waren, als die körperlichen, die ereben erst durchgemacht hatte. Der Räuber sah ihn an mitharter Verachtung.
„Was habe ich Dir je gethan, Unglücklicher?" schrieder Alte; „was Anderes, als Dich geliebt und gepflegt?Du w^rst ein Waise, ein AuSgestoßener. Ich ernährte,hegte, nahm Dich als meinen Sohn an! Wenn die Leutemich einen Geizhals nennen, so war ich es doch nur, da-