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den Geschmack empörten; sie zeigten die menschliche Ge-stalt in jeder Mannigfaltigkeit des leidenden Zustandes,— die Folter, das Nad, der Galgen. Alles was dieGrausamkeit erfunden hat, die Qualen des Todes zuschärfen, erschien noch fürchterlicher durch die leidenschaft-liche Neigung und die ernste Kraft des Zeichners. Undmanche Gesichter von den so Gezeichneten waren hinläng-lich entfernt vom Ideal, um zu zeigen, daß es PortraitSwaren; mit großer, kühner und regelmäßiger Hand warunter die Zeichnungen geschrieben: „Die Zukunft derAristokraten." In einer Ecke des Zimmers, dicht nebeneinem alten Schreibtisch, war ein kleiner Bündel, worüber,wie um ihn zu verstecken, nachlässig ein Mantel geworfenwar. Einige Bretter waren mit Büchern gefüllt; diesewaren beinahe sämmtlich die Werke der Philosophen derZeit —- der Philosophen von der materialistischen Schule,besonders Encyklopädisten, welche Nobespierre nachmalsso cigenthümlich angriff, als der Feige es nicht sicher undgerathen fand, seine Herrschaft ohne einen Gott zu lassen. ^
* Diese Sekte (die Encyklopädisten), verbreitete mit vielem Eiferdie Lehre des Materialismus, welche unter den Großen undunter den Schöngeistern herrschend wurde; man verdankt ihmzum Theil jene Art praktischer Philosophie, welche den Egois-mus zum System ausbildend, die menschliche Gesellschaft alseinen Krieg der List und Schlauheit, den Erfolg als denMaßstab des Rechts und Unrechts, die Rechtschaffenheit alsGeschmackssache, die Welt als ein Erbtheil gewandter Spitz-buben betrachtet.
Rede Rrbcspierre'S, 7. Mai 17Sj,