schen, wie vergeblich sie sich abmühten, die allen Wunderder Kabbala wieder zu beleben."
„Solche Studien ziehen Euch an? Ich habe denEinsiuß abgeschüttelt, den sic einst über meine Einbildungs-kraft ausübten."
„Ihr habt ihn nicht abgcschütteltversetzte derFremde ernst; „er beherrscht Euch noch, beherrscht Euchin dieser Stunde; er pocht in Eurem Herzen; er brenntin Eurer Vernunft; er wird sprechen mit Eurer Zunge!"
Und dann fuhr der Fremde mit noch leiserer Stimmefort, zu ihm zu sprechen, und erinnerte ihn an gewisseCeremonicn und Lehren — erläuterte und bekräftigte siedurch Hinweisungen ans die wirkliche Erfahrung und Ge-schichte seines Zuhörers, mit welcher einen Fremden sovertrant zu finden, Cazotte mit kaltem Schauer erfüllte.
Allmälig wurde des Alte» freundliches und wohl-wollendes Gesicht umwölkt, und er richtete von Zeit zuZeit forschende, neugierige, unruhige Blicke auf seinenNachbar.
Die reizende Herzogin de G— deutete den lebhaftenGästen boshaft hin auf das zerstreute Wesen und dieumwülktc Stirne des Dichters; und Condorcct, der esnicht liebte, daß in seiner Anwesenheit ein Anderer dieAufmerksamkeit auf sich zog, sagte zu Cazotte: „Nun,und was weissagt Ihr von der Revolution — welchen-Einflnß wird sie auf uns wenigstens haben?"
Bet dieser Frage schrack Cazotte zusammen — seineWangen wurden bleich — große Schweißtropfen standen