„Ha»" murmelte der Marquis, „wie es ober Diderotso gut gesungen hat:
IU des dv^aux du dernier i>rötro8orrer Iv evu du dernier rvi!"
„Und dann," fuhr Condvrcet fort, „dann beginntdas Zeitalter der Vernunft! — Gleichheit tm Unterricht
— Gleichheit in den Institutionen— Gleichheit des Ver-mögens! Die großen Hindernisse der Aufklärung sind:erstlich der Mangel einer gemeinsamen Sprache, und danndie kurze Dauer des Lebens. Aber was das Erste betrifft
— wenn alte Menschen Brüder sind, warum nicht einegemeinsame Sprache? Was das Zweite anbelangt — dieorganische Pcrfcktibilität der vegetabilischen Welt ist un-bestreitbar — ist die Natur weniger mächtig bet der edle-ren Eristcnz des denkenden Menschen? Schon die Aufhe-bung der zwei einflußreichsten Ursachen der physischen Ent-artung — üppiger Reichthnm auf der einen, nieder-drückende Armnth ans der andern Seite, müssen nothwen-dig die allgemeine Dauer des menschlichen Lebens verlän-gern. * Die medicinische Kunst wird dann geehrt seyn,statt des Krieges, welcher die Kunst des Mordes tst; dasedelste Studium der scharfsinnigsten Geister wird dann derEntdeckung und Beseitigung der Ursachen der Krankheitengewidmet seyn. Das Leben, ich gebe es zu, kann nichtzur Ewigkeit ausgedehnt, aber es kann beinahe unendlichverlängert werden. Und wie das niedriger stehende Thier
* Vergl. Condorccts nachgelassenes Werk über den Fortschrittdes menschlichen Geistes. (Der Herausgeber.)