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Universum. In diese Wohnung, znm ersienmcil seit siediesen Inhaber hat, tritt ein Besuch. Es ist Zanoni.
Du stehst sic bei einander sitzen im ernsten Gespräche.Lange und viele Jahre sind verflossen, seit sie sich zuletztgesehen — körperlich wenigstens, und von Angesicht znAngesicht. Aber wenn sie Weise sind, kann Gedanke demGedanken, Geist dem Geist begegnen, wenn auch Meereihre Leiber trennen. Selbst der Tod trennt die Weisennicht. Du begegnest dem Plato, wenn dein Auge feuchtwird überun Phädon. Möge Homer immerdar mit allenMenschen leben! Sic besprechen sich — sie beichten ein-ander — sie beschwören die Vergangenheit herauf undbevölkern sie aufs Neue; aber bemerke, welch einen ver-schiedenen Eindruck diese Erinnerungen ans die Beidenmachen! Ans Zanoni's Angesicht, trotz seiner gewohntenRuhe, wechseln und verschwinden die Gemüthsbewegun-gen. Er hat gehandelt in der Vergangenheit, die er über-blickt; aber nicht eine Spur des menschlichen Gefühls, dasan Freude und Kummer Theil nimmt, ist zu entdeckenauf dem leidenschaftslosen Gesicht seines Gesellschafters;die Vergangenheit ist ihm, wie jetzt die Gegenwart, nurgewesen, was die Natur dem Weisen, das Buch dem Ge-lehrten — ein ruhiges und geistiges Lebe» — ein Stu-dium — eine Beschauung.
Von der Vergangenheit wenden sie sich zur Zukunft.Ach! am Schluffe des vorigenJahrhundertS schien,die Zu-kunft etwas Greifbares, — sie war verwoben mit aller Men-schen Befürchtungen nnd Hoffnungen in der Gegenwart.