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1 (1842)
Entstehung
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Ein tiefer, melancholischer Schatten legte sich überdas Antlitz des Cavaliers. Er schaute auf nach dem stillenHause, das unter den Rebe» versteckt war, und blicktedann wieder in das belebte, beseelte Antlitz der jungenSchauspielerin.

Es ist gut," sagte er.Ein einfältiges Herz kannsich selbst der beste Führer sein, und so fahrt fort und seydglücklich. Adieu, schöne Sängerin!"

Adieu, Eccellenza; aber," und Etwas, das sichnicht abweiscn ließ, ein ängstliches, schmerzliches Gefühlvon Furcht und Hoffnung, trieb sic zu der Frage:Ichwerde Euch wieder sehen, oder nicht, in San Carlo?"

Nein, wenigstens für einige Zeit nicht. Ich ver-lasse heute Neapel."

Wirklich?" und Viola sank das Herz; und die Poesieder Bühne war dahin.

lind," sagte der Cavalier, zurückkommend, und sanftihre Hand in die seinige nehmend,und vielleicht, ehewir uns wieder sehen, habt Ihr schon zu leiden gehabt; habt schon die ersten bittern Schmerzen des Menschen-lebens empfunden, habt schon erfahren, wie wenig das,was der Ruhm gewinnen mag, vergütet, was das Her;verlieren kann; aber seyd muthig und weicht nicht selbstnicht dem, was man die Pietät des Kummers nennenkönnte. Bemerkt jenen Baum in Eures Nachbars Garten.Seht, wie er auswächst, gekrümmt und verzogen. EinWind hat den Keim, aus dem er emporwuchs, in dieSpalten des Felsens getrieben ; fast erstickt und ummauert