Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
53
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und halb melancholisches Lächeln senkte sich in ihr Herz um darin sortzulebe» und mit verworrenen, halb freu-digen, halb schmerzlichen Erinnerungen, wieder anfgc-frischt zu werden.

Wir übergehen die Glückwünschungen des guten Car-dinalvirtuosv, der erstaunt war zu finden, daß er und ganzNeapel bisher im Jrrthnm gewesen über einen Gegen-stand des Geschmacks und noch mehr erstaunt darüber,daß jetzt er und ganz Neapel einstimmig eS bekannten;wir übergehen die geflüsterten Verzückungen der Bewun-derung , welche das Ohr der Sängerin bestürmten, alssie wieder in ihrem sittsamen Schleier und ihrer einfachenKleidung dem Schwarm von galanten Herren entrann,welche jeden Zugang hinter der Scene belagerten; wirübergehen die süße Umarmung von Vater »nd Kind, welchedurch die sternhellen Straßen und über die verödete Chiajain des Cardinals Wagen nach Hause kehrten; wir haltenuns nicht dabei auf, die Thränen und Ausrufungen derguten, treuherzigen Mutter zu schildern . . . wir sehen siezurückgckehrt sehe» das wohlbekannte Zimmer, vcni-mu8 a>l larom »ostrum sehen die alte Gianetta mitdem Nachtessen beschäftigt, und hören Pisani, wie er dasBarbiton aus seinem Gehäuse nimmt, und dem klugenHausgeist alles Vorgefallene erzählt; wir hören der Mut-ter fröhliches, leises, englisches Lachen. Warum, Vio-la, sonderbares Kind, sitzest Du so bei Seite, Dein Gesichtans die schönen Hände stützend, Deine Augen in den leerenRaum hinaus starrend? Aus! ermanne Dich! Jedes