Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
44
Einzelbild herunterladen
 

»4

mit glücklichen Augen, die durch ihr sonniges Haar hin-durch lächelten. In diesem Augenblick ging die Thiire auf eine Botschaft vom Cardinal. Biola mußte sofort zuSr. Eminenz. Ihre Mutter ging mit ihr. Alles wardausgeglichen und abgemacht! Viola hatte ihren Willenund wählte sich selbst ihre Oper.

2 Ihr schwerfälligen, stumpfen Völker des Nordensmit Euren Zänkereien und Wvrtkämpfen, mit Eurem lär-menden Leben auf der Pnyr und der Agora! Ihr habtkeine Ahnung davon, welche Aufregung in dem ganzenmusikalischen Neapel erregt wurde durch das Gerücht voneiner neuen Oper und einer neuen Sängerin! Aber Wes-sen Oper? Keine Cabinetsintrigue wurde je so geheimgehalten. Pisani kam in einer Nacht einmal sichtlich ver-stört und zornig vom Theater heim. Wehe Deinem Ohre,hättest Du in jener Nacht das Barbiton gehört! Manhatte ihn in seinem Amte suspendirt man fürchtete, dieneue Oper und dag erste Auftreten seiner Tochter alsprima Donna möchte für seine Nerven zu viel seyn. Undseine Variationen, seine Teufeleien von Sirenen undHarpyen drohten in einer solchen Nacht mit einer Gefahr,die man sich nicht ohne Grausen denken konnte. Aber beiSeite gesetzt zu werden, und das in eben der Nacht, wosein Kind, dessen Melodie nur ein Ausstuß seiner eigenenwar, auftreten sollte nm einem neuen Nebenbuhl«Platz zu machen, das war zu viel für eines MusikersFleisch und Blut. Zum ersten Mal sprach er in Wortenvon der Sache, und fragte ernst, denn diese Frage