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Viola k»mmt heim, mürrisch und schmollend, sie will nichtaustreten — sie hat das Engagement aufgesagt,
Pisani, zn nnerfahren, nm alle Gefahren der Bühnezu kennen, hatte sich gefreut bei der Vorstellung, daßwenigstens Eine non seinem Namen, in seiner Kunstneuen Nahm erwerben werde. Des Mädchens Verkehrt-heit mißfiel ihm. Er sagte jedoch Nichts — er schalt niemit Worten, aber er nahm das getreue Barbiton, O!getreues Barbiton, wie entsetzlich schattest du! Es kreischte— es belferte — cs stöhnte — cs grollte. Und Viola'sAugen füllten sich mit Thränen, denn sie verstand dieseSprache. Sie schlich zu ihrer Mutter und flüsterte ihrins Ohr; und als Pisani sein Geigen aufgab, siehe! daWeinten Mutter und Tochter, Er starrte sie verwundertan, und dann, als wenn er fühlte, daß er zu hart gewesen,floh er wieder zu seinem Hausgeist. Und jetzt hätte manglauben können, das Wiegenlied zn hören, das eine Feeeinem unruhigen auSgewechseltcn Kinde singe, das sie an-genommen und zu beschwichtigen suche. Flüssig, leise, sil-berhell quollen die Töne unter dem bezauberten Bogen,der hartnäckigste Gram hätte darauf lauschen müssen;und bei all dein kam zu Zeiten eine wilde, lustige, gel-lende Note, wie ein Gelächter, aber kein bitteres Geläch-ter, Es war eine seiner gelungensten Melodiccn aus sei-ner geliebten Oper — die Sirene, im Begriff die Wellenund Winde in Schlaf zn zaubern. Der Himmel weiß, waSweiter gekommen wäre, aber sei» Arm ward gehemmt,Viola hatte sich an seine Brust geworfen, und küßte ihn