Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
35
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hohe» Alter lag etwas Geheimnißvolles. Wie viele Hände,jetzt Staub, hatten seinen Salten Töne entlockt, ehe esder Hausgenosse und Geist Gaetano P isani's ward! Selbstsein Behälter war ehrwürdig, schön gemalt, wie eshieß von Caracei. Ein englischer Sammler hatte mehrfür den Behälter geboten, als Pisani je mit der Violineerworben hätte. Aber Pisani, dem es gleichgültig gewesenwäre, wenn er selbst eine Hütte bewohnt halte, war stolzans den Palast, den sein Barbiton hatte; sein Barbitvn cs war sei» älteres Kind ! Er halte noch ein Kind, undzu diesem müssen wir uns jetzt wenden.

Wie soll ich dich schildern, Viola? Gewiß hatte dieMusik ihren Anthcil an dem Kommen dieses jungen Ga-stes. Denn in ihrer Gestalt wie in ihrem Charakter konnteman eine Familienähnlichkeit entdecken mit jenem eigen-thümlichen und geisterhaften Tonleben, daö Nacht fürNacht in lustigem und feenhaftem Spiel über das sternfun-kelnde Meer sich ergoß. . . Schön war sie, aber von einerganz ungemeinen Schönheit eine Verschmelzung, eineHarmonie von entgegengesetzten Eigenschaften:ihrHaar von reicherem und reinerem Gold, als man selbstim Norden sieht, aber die Augen ganz voll des dunkelsten,zartesten, schmachtendsten Lichtes von mehr als italieni-schem von beinahe orientalischem Glanz; die Farbeausnehmend schön, aber nie dieselbe lebhaft tm einenAugenblick, blaß im ander», blnd mit der Färbung wech-selte auch der Ausdruck; es gab bald nichts so Trauri-ges, bald nichts so Fröhliches.