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Vorkommen, je Gatten fanden? Doch bei näherer Ueber-legung war diese Verbindung eigentlich gar nicht soaußerordentlich. Das Mädchen war das natürliche Kindvon Eltern, die zu edel waren, nm sie je anzuerkennen undzu sich zn nehmen. Sie wurde nach Italien gebracht, umdie Kunst zn erlernen, von welcher sie leben sollte, dennsie besaß Geschmack und Stimme; sie war sehr abhängig„nd hart behandelt, und der arme Pisani war ihr Lehr-meister, und seine Stimme seit ihrer Wicgcnzeit die ein-zige , die keinen Ton des Spottes oder des Schcltens zuhaben schien. Und so —nun, ist das klebrige natürlich?Natürlich oder nicht, sie Heiratheien sich. Das jungeWeib liebte ihren Gatten; und so jung und sanft sie war,doch könnte man beinahe sagen, sie habe Beide geschütztund beschirmt. Aus wie vielen Ungnaden bei den Despotenvon San Carlo und beim Conservatvrio hatte ihre ge-heime, geschäftige Vermittlung ihn gerettet! In wievielen Kränklichkeiten — denn sein Körper war schwäch-lich — hatte sie ihn gewartet und gepflegt. Oft in dendunkeln Nächten wartete sie am Theater, nm ihm mitihrer Laterne heimzuleuchten, ihn mit ihrem festen Armezu unterstützen; denn sonst, werweiß, ob nicht der Mu-siker in seiner träumerischen Zerstreutheit seiner Sirenenach ins Meer hinciugewaudelt wäre. Und dann hörtesie so geduldig, vielleicht auch (denn der ächten Liebewohnt nicht eben immer der feinste Geschmack bei,) soentzückt jene Stürme ercentrischer und fieberhafter Ntr-Bulwer'S Romane, XUV. 3