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eine gemachte Blume; eine Bandschleife auf dem Boden;lauter Spuren und Zeichen von der Fröhlichkeit und demReize genußreichen Lebens — Tanz, Schwelgerei, Fest-lichkeit — Alles dies in einem Zimmer! — oben, in dem-selben Hause, die Pritsche — der Leichnam — die Wittwe— Hunger und Kummer! So ist eine große Stadt! so,besonders, ist Paris! wo, unter demselben Dache, solcheGegensätze und Ertreme des socialen Zustandes bei ein-ander sind! Daran war nichts Seltsames; aber seltsam undtraurig war das, daß einander so nahe wohnende Menscheneinander so wenig kennen, daß die Inhaberin dieser Zim-mer, die ein so weiches Herz hatte für jede Roth, nichtswußte von dem Jammer und der Nvth so ganz in ihrerNähe. Die Musik, die ihre Gäste entzückt hatte, warlustig emporgedruugen zu dem gequälten Ohr der Todes-angst und des Hungers! Morton schritt durch das ersteZimmer — ein zweites — er kam in ein drittes — undEugenie de Merville, in diesem Augenblick aufschauend,sah vor sich eine Erscheinung, die wohl das kühnste Herzerschreckt hätte. Sein Kopf war ohne Bedeckung — seindunkles Haar beschattete in wilder, unordentlicher Fülle dasblaffe Gesicht und Züge, die zwar schön waren, aber indiesem Augenblick von einer Schönheit wie sie ein Künst-ler einem jungen Gladiator geben würde — mit demGepräge des herausfordernden Trotzes, der Drohung undder Verzweiflung. Der unordentliche Anzug — das wildeAussehen —- die dunkeln Augen, die im buchstäblichenSinne durch das dämmernde Zimmer leuchteten — Alles