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Meng-, jedoch nicht um sich zu belustigen, sondern umAndere zu beobachten. Die Welt war ihm weniger eineBühne, auf der er selber eine Rolle zu spielen hatte, alsein Buch, in welchem die Näthsel des Wissens zu lösenihm Vergnügen machte. Er beobachtete alles was umihn her «orging. Zu keiner Zeit gab es einen muntererenKavalier; der Zauber, den er nach Gefallen an allen sei-nen Genossen übte, war der der Milde, nicht der Lebhaf-tigkeit. Inmitten dieses sanften Benehmens jedoch lauertebeständig der Lnchsblick des Bemerkens. Er erforschteein Gemüth auf den ersten Blick, selten aber machteerGebrauch von dieser Erkenntniß. Er fand Vergnügendarin die Menschen zu kennen, doch war es ihm Be-schwerde sie zu beherrschen. Wie hocherfahren also er inder Weltklugheit auch war, gestattete er cs sich doch oft,als unwissend in Anwendung derselben zu scheinen. Wäh-rend er in seiner Seele ein schönes Ideal der Freund-schaft und Liebe hegte, fand er doch in der Wirklichkeit nie-mals Genügendes um seinen Neigungen Dauer zu ver-leihen. Deshalb galt er den Weibern für wankclmüthig,und ging mit Männern nicht vertraulich um. Dieser Cha-rakterzng ist Personen von Genie eigen: und eben weilsie ein überfiuthendes Herz besitzen, werden sie nicht sel-ten für herzlos gehalten. Immer aber läuft ein solcherCharakter Gefahr, mit den Jahren das zu werden, fürwas man ihn oft hält, und was er bald verachten lernt.Durch nichts wird die Seele mehr verhärtet als durchVerachten.