Druckschrift 
2 (1840)
Entstehung
Seite
101
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Lucilla brach in ein krampfhaftes Lachen ans, zogbasiig die Thür zu, und ließ den Jüngling im Dunkeln,Die Kühle der frühen Morgenlüfte berührte erfri-schend die Wangen des Engländers, dennoch lag es ihmbeengend auf der Seele, Seine durch sein verlängertesGespräch mit dem Astrol ogen aufgeregten Nerven erbebtennoch von dem durchdringenden plötzlichen Lachen und vondem bedentnngsvollen Aussehen des seltsamen Mädchens,die so auffallend von Anderen ihrer Jahre abwich. DieSterne singen an gespenstisch matt zu flimmern, und umden Mond herum batte sich ein trauriger, trüber Nebelgelagert,

„Ihr blicht dentungvoll ans mich herab," sagte derJüngling halb laut, als er gen Himmel blickte, und sei-nes Gemnthes Aufregung sich seinen Reden mittheilte;„Ihr, in denen, so unser Wissen sich uns als treu erwei-set, der Allgewaltige die Lettern unseres Erdcnschicksalsniederschrieb. Und so ihr die Fluthen der' großen Tiefeund die Wandlungen des rollenden Jahres beherrscht, waSgäbe es dann Widernatürliches oder Unvernünftiges inunserem Glauben, daß Ihr den nämlichen spmpatbeti-schen und unsichtbaren Einfluß auf Geblüt und Gemüthausübt, die den Charakter (und der Charakter bestimmtja den Wandel) des Mensche» ausmachen?" Indem erin Gedanken dies Selbstgespräch sortsctzte und Gründe füreine Leichtgläubigkeit fand, die ihm so wenig Anlaß zuFreude oder Hoffnung gab. schritt der Engländer seinerWohnung zu.