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scheine» zu lassen. Vornehme Leute sollten nicht mit ein-ander hadern."
„Sie haben Recht und — Unrecht/' sagte Con-stanze, „ich vergebe, und hadere nicht; meine Meinung,meine Verachtung jedoch bleiben wie sie sind; ja, letz-tere steigert sich vielmehr. Diese Leute sind es nicht Werth,daß wir uns die Wonne versagen, die wir Alle fühlen,wenn wir unsere Verachtung äußern. So fahr' ich fort,ruhig und ohne Affectation mich dieser Wonne hinzuge-ben. Zudem gestehe ich Ihnen, liebste Mrs. Trevor, daßich der Meinung bin, der freche Titelstolz muß ganz undgar zu Boden geschlagen werden, wenn wir die Vergesell-schaftung angenehm gemacht wissen wolle»; und wo wärezu solchem Zwecke ei» besseres Eremplar als die Herzoginvon Winstvun zu finden?"
„Aber liebste Lady Erpingham, Sie werden ja fürinsolent gehalten; Zhre Freundin, Lady *", wird eben-falls für insolent gescholten — sind Sie überzeugt, daßsolche Anklage unverdient ist?"
„Ich räume die Gerechtigkeit der Anklage ein; dochmüssen Sie einsehen, daß wir keine Insolenz des Rangeszeigen. Wir haben uns zum Gesetz gemacht, die Armenund Freundlosen aus allen Kreisen bis auf das Aenßerstein Schutz zu nehmen. Sind wir hoffärtig gegen Gou-vernanten oder gegen arme Autoren, oder gegen Mu-siker? Heirathet ein Mann unter seinem Stande, kehrenwir dann seinem armen Weibe den Rücken zu? Neber-häufen wir sic nicht vielmehr mit Aufmerksamkeit, und