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„Du siehst daß ich Recht hatte," sprach er, „beimDu hast die Lady beleidigt. Delville ist kalt gegen mich;nach wenigen Wochen wird er zum Tory geworden seyn— bedenken Sie das, Milady!"
„Nur noch einen Monat, und Du sollst ganz andereDinge sehen," sagte Constanze.
Eines Abends trafen Lady Delville und Lady Er-pingham in einer großen Gesellschaft zusammen. DieLetztere setzte sich neben ihre hosfärtige Feindin. Ohnezu scheinen als beachtete sie deren Frostigkeit, ließ Con-stanze sich mit Lady Delville in ein Gespräch über Bücher,Gemälde, Musikwerke ein — ihr Wesen dabei war hinrei-ßend, ihr Witz sprudelnd ; so daß Lady Delville Wider ih-ren Willen sich unterhalten, ja, hingerissen fühlte.
„Thenre Lady Delville," sagte Constanze, indemsie ihr strahlendes Antlitz plötzlich mit dem Ausdruckehöchst freudiger Ueberraschung der Whig-Gräfin zuwen-dete — „thencrste Gräfin, werden Sie mir vergeben?Nie zuvor nahm ich eine so entzückende Person in Ihnenwahr! Ich verhehle meine Gesinnungen niemals, undgestehe nun beschämt, daß bis diesen Augenblick ich —wenn zwar Ihre angenehme Persönlichkeit doch noch nie-mals an Ihrem Geiste jene Ansprüche auf Bewunderungwahrnahm, von denen man mir beständig vorschwatzte."
Lady Delville crröthete allen Ernstes.
„Ich bitte Sie," fuhr Constanze fort, „lassen Siesich herab mir zu erlauben näher mit Ihnen bekannt znwerden. Wollten Sie nächsten Donnerstag bei uns essen?