Druckschrift 
2 (1840)
Entstehung
Seite
49
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„Nun, sic wünscht sich Glück zn einer so liebenswür-digen Schwiegertochter, bedauert aber zn gleicher Zeit, daßunsere iungcn Männer so hastig sind. Cs scheint, sie weißnicht recht, ob sie sich ärgern oder sich frencn soll; und mir— gonr «liro vrni — mir geht cs eben so."

„In dcrThat," nahm die crstere Dame wieder dasWort; „Miß Vernon hat ihre Karten gut gespielt. LordErpingham würde an und für sich schon, bei seiner Per-sönlichkeit und seinen, Ansehen, eine ansehnliche Partiesehn. Za, ja, sic war stets eine ehrsüchtige Person."

„Und stolz obendrein," setzte Ladh G * hinzu. „Ichwette, Erpingham Honsc wird jetzt der Sammelplatzaller Blanc», aller Witzkopse, aller b-mvanls' werden.Miß Vernon ist, wie ich höre, eine zweite Aspasia."

„Mir sind so absichtvolle Mädchen verhaßt," sagtedie Dame von Vorhin, die nur eine einzige, grundhäß-liche Tochter von süns und dreißig Jahren hatte, welcheim Begriff stand, den ersten ihr gemachten Hcirathantraganznnehmen, und einen in der Leibgarde dienenden jün-geren Sohn zn ehelichen. — „Mich dünkt, Miß Vernongibt sich gemein, so daß meines TheilS ich sehr zweifle,ob — ich sie patronisircn werde."

„Waö denken Sic denn davon, Air. Godolphin?Sie kennen ja Miß Vernon —"

Aber Godolphin war fort.

Etwa zehn Tage nach diesen, Gcsellschaftgesprächesaß Godolphin im Wirthshanse zu Dover, und wartetedie Abfahrt des Paketbootes nach Calais ab. Er griff