13
all meinem »nissigen und erfolglosen Treiben entsagen.Ich will in die großen öffentlichen Schranken treten, indenen Alle des Gewinnes sicher seyn können, die da mitGeduld und Energie gerüstet kommen. Constanze, ichbin nicht ohne Talente, obwohl dieselben in mir schlum-merten; sprechen Sie nur ein einziges Wort, und Si<nwissen, was solches Wort bei mir hcrvorznbringenvermag."
Sympathetisch fühlte Godvlphin eine Unentschlossen-heit in Constanzen; er fuhr fort.
„Wir Beide, Constanze, fühlen uns verlassen indieser Welt; wir sind Waisen — sind frenndlos, sindgütcrlos. Dennoch haben wir Beide uns ohne Freundeunseren Weg gebahnt — haben ohne Vermögen uns eingewisses Hcrrschgebiet erobert. Beweiset dies nicht, daßin uns, zumal wenn wir vereinigt seyn werden, ein Etwaslebt, wodurch wir uns aufwärts bringen oder unser Ge-schick bewältigen können. Und wir — wir allein in dergeräuschvollen und streitcrfüllten Welt, mit welcher wirringen — werden wir doch nach jeglicher unserer Anstren-gungen zu unserem eigenen Herzen uns znrnckwendcn unddaselbst Tröstung und Schutz finden! Alles und Jedeswird uns fester und inniger miteinander verknüpfen. DerGedanke an unser früheres, Alleinseyn, die Hoffnung aufErfüllung unserer ferneren Zwecke, werden den Linell un-serer jetzigen Liebe stets ergiebig strömen lassen. Und wieviel lieblicher, o Constanze! werden Ehrenstellen für Sieseyn, wenn wir sie auf solche Weise erringen; geheiligt