Druckschrift 
2 (1840)
Entstehung
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bens zu widerstreben bemüht ist, Godolphinö herzklem-mende Gedanken nur noch schwerer machen halst

Godolphin fuhr zurück, als er die Hand an die Thürdes Zimmers gen Sonnenuntergang legte — er lauschte,und in dem scharfen und wehrwllen Leben, das, wie esschien, sich allen seinen Sinnen eingehaucht hatte, war esihm, als könnte er — vbschvn er sich außerhalb des Ge-maches befand — die Odemzüge Constanzens hören, oderwie durch Begeisterung die Anwesenheit ihrer Schönheitspüren. Leise öffnete er die Thür — Alles für ihn warSchweigen und Trostlosigkeit — Constanze ließ sich nichterblicken.

Bei alldem war ihm ihr Nichtdascyn eine Erleich-terung, Er athmete freier, und wähnte sich um so mehrzu der Zusammenkunft vorbereitet. Er nahm seinen Platzin der Fensterwölbung — allein er vcrmvgte nicht aneiner und derselben Stätte, auszuhalten. Er schritt hinund her, indem er nur dann und wann stillstand, als obirgend ein vor ihm befindlicher Gegenstand ihn an frühereund ruhigere Stunden erinnerte. Die Bücher, die erbewundert und bei seinem jüngsten Weggehen ans dasGesims an ihren Ort gestellt hatte, lagen jetzt ans demTische; und Stellen, die darin von ihm angezeichnet oderConstanzen vorgclesen worden waren, wiesen sich aufge-schlagen; Stellen, an denen Constanze in seinem Beiscpnkein Behagen hatte finden wollen, nnd die, wie es ihnbedünken mußte, in seiner Abwesenheit ihr wcrth gewordenwaren, O, wie rührte ihn das so unaussprechlich! Als er