Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
129
Einzelbild herunterladen
 

12 !»

die Mutter zu fliehen, so gut ich könnte.Ich seijung und werde leicht entkommen: sic, durch Alterund Kränklichkeit niedergedrückt, wolle gern sterben,wenn sie nur nicht Schuld an meinem Tode sei."Ich crwicdcrte:daß ich mich ohne sie nicht rettenwürde," ergreife ihre Hand und zwinge sie schnel-ler zu gehen; sie folgt ungern, unter Klagen, daßsie mich aufhalte.

Schon fällt Asche auf uns, doch nicht in großerMenge. Ich sehe zurück. Ein dichter Dampf ist innnserm Rücken, wie ein auf die Erde gegossenerStrom.Beugen wir ein wenig aus," sagte ich,so lange wir noch sehen, damit wir nicht auf derStraße umhergcworfen und in der Finsterniß vonder Wenge niedcrgetrctcn werden." Kaum hattenwir uns niedergelassen, als cs finster wurde, undzwar nicht wie in einer mondlosen oder wolkigenNacht, sondern wie wenn in verschlossenen Ortcudas Licht ausgelöscht wird. Run hörte man Weiberheulen, Kinder wimmern, Männer schreien; die Ei-nen riefen ihren Eltern, Andere ihren Kindern, oderihren Gatten; Einige bejammerten ihr eigenes Ge-schick, Andere das der Ihrigen; Manche wünschtensich den Tod aus Furcht vor dem Tode. Viele er-hoben die Hände zu den Göttern, Andere behaup-tete» cs gebe keine Götter mehr, cs sei die letzteund ewige Nacht der Welt gekommen.Auch fehlte es nicht an Solchen, welche die wirklicheGefahr durch erdichtete und erlogene Schrcckcnsbot-Bulwer's Romane. XXXVI. 9