Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
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schäften vergrößerten. Einige erzählten zu Misenumstehe ein Theil der Häuser in Flammen, ein andrersei zusammengcstürzt. Alles falsch, und doch glaubteman Alles.

ES wurde wieder ein wenig Helle, was unsaber nicht wie der Tag, sondern als ein Zeichendes hcrannahcnden Feuers vorkam, doch blieb cSin der Entfernung: die Finsterniß kam wieder, undmit ihr ein so heftiger und dichter Guß von Asche,daß wir oft aufstehen und sie abschüttcln mußten,um nicht zugcdeckt, und von ihrer Last erdrückt zuwerden.

Ich könnte mich rühmen, daß mir in dieser großenGefahr nicht ein Seufzer, nicht ein unmännlicherLaut entfahren sei, wenn ich nicht in dem Gedanken,daß ich mit der Welt und die Welt mit mir unter-gche, den unglücklichen aber großen Trost für mei-nen Tod gefunden hätte.

Endlich löste sich die dichte Finsterniß in eineArt Rauch oder Nebel auf; eS wurde wirklich Tag,sogar die Sonne kam zum Vorschein, aber ganztrübe, wie bei einer Sonncnfinsterniß. Alle Gegen-stände zeigten sich dem noch ungewissen Blick ver-ändert, und mit Asche wie mit einem hohen Schneebedeckt. Wir kehrten nach Misenum zurück, pflegtenuns so gut wir konnten und brachten die Nacht un-ruhig und zwischen Furcht und Hoffnung zu; jenebehielt die Oberhand, denn das Erdbeben dauertefort, und manche täuschten in wahrer Verrücktheit