84
mich nicht dazu bekannt! Jetzt aber fühl ich, daß icheine Mutter bin! Ich habe es aus der Wiege seinerAmme gerissen! Diese war entflohen! Wer in solchemAugenblick denkt an das Kind als Die, welche csunter ihrem Herzen getragen! — Rette es, rette cs!"
„Verwünscht sei Dein gellendes Geschrei! Hin-weg, Meze!" murmelte Klodius zwischen den Zähnen.
„Nein, Mädchen," crwicdcrte der menschlichereDiomed, „folge mir, wenn Du willst. - Hicher -hicher in die Gewölbe!"
Sie eilten fort und langten vor dem Haus an;— sie jauchzten laut als sie über die Schwelle tra-ten, denn jetzt hielten sie die Gefahr für vorüber.
Diomed befahl seinen Sklaven eine hinreichendeMenge Nahrungsmittel und Ocl für den Bedarf derLampen in das unterirdische Geschoß zu schaffen; unddort suchten jetzt Julia, Klodius, die Mutter mitdem Kind, der größere Theil der Sklaven undeinige angstvolle Freunde und Klienten aus der Nach-barschaft, die sich hcrgeflüchtet, ein schützendes Ob-dach.
Siebentes K'apitel.
Fortgang der Zerstörung.
Die Wolke die einen so trüben Nebel über denTag verbreitet hatte, war jetzt zu einer festen, un-durchdringlichen Masse verdichtet. Selbst das dickeste