Erstes Kapitel.
Der Traum des Sgypters. Ein warnender Besuch bei ihm.
Die zukunstschwcre Nacht vor der wilden Freudedes Amphitheaters rollte schwer dahin und grau erhobsich die Dämmerung des letzten Tages vonPompejiI Die Luft war ungewöhnlich ruhig undschwül; ein dünner, dumpfer Nebel hing über denThälcrn und Niederungen der breiten kampanischenGefilde. Mit Verwunderung jedoch bemerkten diefrühen Fischer, daß trotz der ausnehmenden Stilleder Atmosphäre das Meer unruhig war, und wieverstört vom Gestad zurückzuprallen schien, währendden blauen prächtigen Sarnus entlang, nach dessenalter Breite der Reisende sich jetzt umsonst umsteht,ein heiseres, verstecktes Gemurmel zu den lachendenEbenen und prächtigen Villen der reichen Pompcjancrhinübertöntc. Klar über den Nebel der Tiefe erhobensich die verwitterten Thürmc der uralten Stadt, dierothen Ziegeldächer der blinkenden Straßen, die hei-ligen Säulen der vielen Tempel und die mit Statuengekrönten Portale des Forums und des Triumph-bogens. In weiter Ferne stieg der Umriß der um-schließenden Berge über den Dunst empor und