Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
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zu der Gemeinde der Nazarener: eine erhabene, überallen irdischen Verhältnissen schwebende Gcmüthstim-mung hatte den natürlichen Schrecken in ihnen zwarnicht zu ersticken vermocht, wohl aber dem Schreckendie Angst benommen. Schon längst nämlich glaub-ten sie, gemäß einem allgemeinen Jrrthum der erstenChristen, der jüngste Tag stehe bevor und jetzt, mein-ten sie, sei dieser Tag gekommen.

Wehe, wehe!" rief mit lauter, durchbohrenderStimme der Acltcstc an ihrer Spitze.Siehe derHerr steigt herab zum GerichtI er läßt Feuer vomHimmel in das Antlitz der Menschen fallen! Wehe,wehe! ihr Mächtigen und Starken! wehe euch, dieFascen und Purpur tragen! wehe den Götzendie-nern und den Verehrern des Thiercs! wehe euch,die ihr das Blut der Heiligen vergießet und euchan den Todesqualen der Söhne Gottes weidet!wehe der verbuhltcn Königin der Meere! wehewehe!"

Die Nazarener zogen langsam vorüber; ihreFackeln flackerten im Sturm, ihre Stimmen stiegendrohend und furchtbar warnend empor, bis sie sichendlich in den Straßcnwindungen verloren hatten;'und das Dunkel der Luft, die Stille des Todes,sank aufs Neue auf den Tempel nieder.

Es war eine Pause des heißen Regens einge-treten und Glaukus crmuthigte Jone zum Weiter-gehen. Noch standen sie zaudernd auf der letztenStufe der Säulenhalle, als ein alter Mann, auf