so
opferung der Liebe konnten selbst diese grauenvolleStunde noch heiligen.
„Wer ist da?" fragte die bebende, hohle Stimmeeines Menschen, der sich vor ihnen in diesen Zu-fluchtsort gerettet hatte. „Doch gleichviel! das Ge-töse der einstürzcndcn Welt bietet Feind und FreundTrotz."
Jone wandte sich bei dem Ton um, stieß einenschwachen Schrei aus und verbarg sich aufs Neuein Glaukus Armen; er sah nach der Richtung hin,von der die Stimme gekommen und erblickte denGegenstand ihres Schreckens. Durch die Dunkelheitstierten ihm zwei brennende Augen entgegen; —ein langer Blitz zuckte um den Tempel her und mitSchaudern erkannte Glaukus den Löwen, dem erhätte vorgcworfen werden sollen, still zwischen dieSäulen gekauert; hart neben ihm lag, eine solcheNachbarschaft nicht ahnend, die riesige Gestalt desGladiators Niger.
Der Blitz hatte Mensch und Thier einander ge-genseitig enthüllt; aber der Instinkt beider war er-loschen. Ja der Löwe kroch näher zu dem Gladiator,Wie um einen Gefährten zu haben, und Niger zit-terte nicht, wich nicht zurück. Der Umsturz der Na-tur hatte ihre leichteren Schrecken und gewohntenGesetze vernichtet.
Während Jene sich unter diesem schreckhaftenSchutzdach befanden, kam eine Gruppe Männer undFrauen mit Fackeln an ihnen vorbei. Sie gehörten