Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
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Die Luft war jetzt für einige Minuten rnhig; die Lampe unter dem Thor strömte ihr Licht weitund hell aus; die Flüchtlinge eilten vorwärts; sieerreichten das Thor; sie kamen an der römischenSchildwache vorbei; die Blitze zuckten über dasbleiche Gesicht und den blanken Helm des Manneshin, aber seine ernsten Züge waren selbst im Schre-cken gefaßt! Aufrecht und bewegungslos blieb er aufseinem Posten. Selbst diese Stunde Hatte die Ma-schine der unerbittlichen Majestät Roms nicht zu ei-nem aus eigenem Antrieb handelnden Menschen um-gcschaffen! Da stand er mitten im Kampf der Ele-mente ! er hatte nicht die Erlaubniß erhalten, seinenStandort zu verlassen und zu fliehen!*)

Diomcd und sein Gefährte eilten fort, als sichihnen plötzlich eine weibliche Gestalt in dcn Wcgwarf.Es war das Mädchen, deren übelverkündcnde Stimmeso oft und so froh zumlustigen Spiele herbei!" ge-rufen hatte.

O Diomed," rief sic!Obdach! sieh" da-mit zeigte sic auf ein Kind, das sich an ihre Brustklammertesich diesen Kleinen! er ist mein! dasKind der Schande! Bis zu dieser Stunde Hab' ich

Die Gerippe mehr als einer Schildwache wurdenzu Pompeji auf ihren Posten gefunden. Wenndie römische Discipli» so mächtig war, wollte manhieraus schließen, so können die Wachen, die vomGrab Christi entflohen, unmöglich Römer, sondernhöchstens Juden gewesen sein!

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