Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
81
Einzelbild herunterladen
 

81

gegen die tödtlichc Luft schützte. Mit knirschendenZähnen setzte er sich nieder. Allmählig jedoch drangdie äußere Atmosphäre erstickend und giftgeschwängcrtin das Gemach. Er vermochte cs nicht länger aus-zuhaltcn. Seine umhcrsticrcnden Augen fielen aufein Opfcrbeil, das ein Priester zurückgelassen hatte.Er ergriff cs. Mit der verzwciflnngsvollcn Kraftseines Ricscnarmcs suchte er sich einen Weg durchdie Mauer zu hauen.

Mittlerweile waren die Straßen bereits men-schenleer geworden. Die Menge hatte sich unterSchutzdächer zerstreut; die Asche fing an die niedri-gem Gegenden der Stadt anzufüllcn; nur da unddort vernahm man noch die Schritte von behutsamcinhcrwatendcn Flüchtlingen, oder sah ihre blassen,verzerrten Gesichter beim blauen Licht der Blitzeoder dem unstätern Glanz von Fackeln, die den Wegzeigen sollten. Aber gar oft löschten das kochendeWasser, oder die umhcrlicgendc Asche, oder rätsel-hafte Windstöße, die sich im Nu erhoben und wie-der schwanden, diese wandernden Lichter, undmit ihnen die letzte Lebenshoffnung Derer, die sictrugen.

In der Straße, die nach dem Thor von Hcrku-lanum führt, verfolgte jetzt eben Klodins seinen un-fichcrn, irren Weg.Erreich' ich das Freie," dachteer,so sind ohne Zweifel Fuhrwerke vor dem Thorund Herkulanum ist nicht weit entfernt. Dank demBulwer's Romane. XXXVI. 6