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Kcinc Antwort erfolgte; aber umherblickend ge-wahrte Olinth einen alten, grauhaarigen Mann, derauf dem Boden saß und in seinem Schooß das Haupteines eben Gestorbenen hielt. Die Züge des Tobtenwaren fest und streng geschlossen vom letzten Schlaf;aber um die Lippen spielte ein wildes Lächeln, nichtdas Hoffnungslächcln des Christen, sondern der fin-stere Hohn des Haffes und Trotzes. Gleichwohl weilteauf dem Gesicht noch die schöne Fülle früher Jugend.Das Haar kräuselte sich dicht und glänzend um diefaltenlose Stirn und der Flaum des Manncsaltcrsbeschattete nur leicht den Marmor der farblosenaber eisernen Wange. Ucber dieses Gesicht beugtesich das andere in unaussprechlichem Gram, in sehn-süchtiger Zärtlichkeit, in liebender, tiefer Verzweif-lung!
Schnell und heiß stoßen die Thränen des Grei-ses, aber er fühlte sie nicht, und als er seine Lippenbewegte und mechanisch das Gebet seines milden,hoffnungsvollen Glaubens aussprach, waren wedersein Herz, noch sein Sinn bei den Worten: fieschienen blos der unwillkürliche Erguß seines er-starrten GemütheS. Sein Sohn war todt, war fürihn gestorben, und das Herz des alten Mannes wargebrochen!
„Medon," sprach Olinth mitleidig, „stehe aufund fliehe! Gott naht auf den Schwingen des Sturm-windes! Das neue Gomorra hat sein Schicksal er-reicht! flieh', eh' Dich das Feuer verzehrt!"