Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
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und verwies ihn auf das Geschrei und die lärmendeFlucht der auseinander gestiebten Menge.

Dicß ist Gottes Hand; Gott sey gelobt!" riefOlinth andächtig.

«Flieh, suche Deine Brüder, berathe Dich mitihnen, wie Du entkommen willst. Lebe wohl!"

Olinth gab weder eine Antwort, noch bemerkteer, daß sein Freund sich entferne. Erhabene Gedan-ken nahmen seine ganze Seele in Anspruch, und imbegeisterten Herzen frohlockteer eher über die Barm-herzigkeit Gottes, als daß er über die sichtbare»Zeichen seiner Macht gezittert hätte.

Endlich erhob er sich und stürzte fort; kaumwußte er wohin.

Plötzlich traten ihm die offenen Thore einerdunkeln, verlassenen Zelle entgegen; durch ihre Fin-sterniß flackerte eine einzige Lampe, bei deren Lichter drei grinnne, nackte Gestalten todt auf dem Bodenausgestrcckt sah. Jählings hielt er in seiner Fluchtan, denn mitten durch die Schrecken dieses Schauer-behältnisscs, des Spoliariums der Arena hörteer eine leise Stimme den Namen Christi aussprc-chen!

Bei diesem Anruf vermochte er nicht außen zubleiben; er trat in das Gemach und seine Füßewurden von dem Blutstrom benetzt, der langsam vonden Leichen über den Sand hin rieselte.

Wer," fragte der Nazarener, «ruft den SohnGottes an?"