Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
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erscheinen, wenn die augenblickliche Angst bei mirhcrvorbrächte, was nur das Ergebniß langer Ucbcr-Icgung sehn sollte. Wenn ich jetzt Deinen Glau-ben annähmc und die Götter meiner Väter ver-würfe, könnte ich da nicht durch Deine Zusageeines Himmels bestochen, oder durch die Drohungder Hölle eingcschüchtcrt seyn? Nein, Olinthl den-ken wir von einander mit gleicher Liebe: ich willDeine Sorge um mich ehren, und Du mögest meineBlindheit oder meinen hartnäckigen Muth bemit-leiden. Wie mein Thun gewesen, so wird meinLohn sehn, und die höchste Macht wird nicht hartüber Mcnschcnirrthum urtheilcn, wenn er mit Ehr-lichkeit der Abficht und Wahrheit des Herzens ver-bunden war. Sprechen wir nicht weiter hierüber.Still! hörst Du, wie sic einen schweren Leichnamdurch den Gang schleppen! So wie er werden baldauch wir Staub seyn."

O Himmel! o Christus I schon sehe ich Euch!"rief der glühende Olinth mit erhobenen Händen.Ich zittere nicht; ich freue mich, daß mein Kerkerbald zerbrochen scpn wird."

GlaukuS neigte schweigend sein Haupt. Er fühlteden Unterschied zwischen seinem Muth und dem seinesMitgefangenen. Der Heide bebte nicht, aber derChrist jauchzte.

Knarrend öffnete sich die Thür und der Glanzvon Sperren schimmerte an den Wänden.

GlaukuS von Athen, Deine Zeit ist gekommen,"