Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
30
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ZV

SchlLchtereienimgrvSartigsten, prächtigsten Stilfast machen, womit ein Nero oder Kaligula dieBewohner der Kaiserstadt beschenkten. Wirklich lagin den römischen Spielen, welche die berühmtere»Gladiatoren und den grösten Theil der wilden Thierefür sich verbrauchten, die Ursache, warum in de»kleineren Städten des Reiches die Freuden des Am-phitheaters vergleichungweise menschlicher und seltenerwaren; und auch Pompeji erschien in dieser, wie i»jeder andern Hinsicht, bios als das Miniaturbild,der Mikrokosmus Roms. Immer jedoch blieb ei«in furchtbares, imposantes Schauspiel, dem dieneueren Zeiten glüklicherweise nichts Aehnliches aodie Seite stellen können: ein gewaltiges, Reiheüber Reihe zu einer Höhe von beinahe fünfzigFuß *) aufsteigendce Gebäude wimmelnd von fünfzehnbis achtzehntausend menschlichen Wesen, die auskeineScheinvorstellung, kenie BüNnentra>,öoie, sondern auswirklichen Sieg oder wirkliche Riede, läge, das trium-phireude Leben oder den blutigen Tod eines Jede»,der die Arena betrat, herabsahen!

An jedem der zwei entqegengesezten Endpunkteder Schranken, wenn uns dieser Ausdrnk erlaubtist, befand sich jezt einer von den beiden Reitern»nd auf ein von Pansa gegebenes Zeichen spreng-ten sie im nämlichen Augenblik in vollem Renn»

Im Original steht fünfhundert Fuß , ein offcnbarerVerstoß, indem nach dieser Angabe das Amphitheater»n Pompe,, ungefähr die Höhe des straeburger Mün-sters Häven würde. Der Uebersezer.