Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
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Volk mit der dem Kampanischen Blnt eigentümlichenLebhaftigkeit und Heftigkeit drängte, schob und eilte,und doch bei all diesem Eifer, wie die Italienernoch jetzt bei dergleichen Versammlungen, eine wun-bare Ordnung und von allen Zänkereien freie Heiter-keit beibehielt, verfolgte eine seltsame Fremde ihrenWeg zu des Egypters abgelegenem Hause. BeimAnblick ihres wunderlichen, der Vorzeit entnommenenAnzugs, ihres wilden Ganges und Geberdenspielsstießen sich die Vorübergehenden an und lächelten;sobald sie aber das Aug aus ihre Züge geworfenhatten, war die Fröhlichkeit auf einmal verschwun-den, denn das Gesicht war das Gesicht des Todes,und nach dem gespenstischen Antlitz und den ver-alteten Gewändern der Unbekannten hätte man glau-ben mögen, ein längst begrabenes Wesen sey wiederunter die Lebenden zurückgekehrt. Schweigend undschüchtern wich ihr Jedermann aus, und bald erreichtesie den breiten Säulengang vor dem Palast desEgppters.

Der schwarze Pförtner, der, wie die übrigeWelt, in dieser ungewöhnlichen Stunde schon aufden Beinen war, fuhr zusammen, als er die Thürauf ihr Pochen öffnete.

Der Schlaf des Arbaces war während dieserNacht ungewöhnlich tief gewesen; mit hcrannahen-dcr Morgendämmerung wurde er jedoch durch selt-same, unruhige Träume gestört, die einen um sotiefem Eindruck auf ihn machten, als sie die Farbe