Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
122
Einzelbild herunterladen
 

122

zu sehen. Verdammt scpcn diese Dirnen, sag ich! binich ein Mensch, um an Vergnügen zu denken, wenn wenn mein Freund daran ist, aufgefrcsscn zuwerden?"

Noch ein Törtchen I"

Nein, nein! der Kummer erstickt mich."

Bringt ihn zu Bette," befahl der Freigelassene,und Sallnst ward mit auf die Brust herabbaumcln-dcm Kopf in sein Schlafgcmach getragen, indem erimmer noch Wehklagen über Glaukus und Flücheauf die Zudringlichkeit herzloser Weltdamen vor sichhinmurmclte.

Unterdessen schritt Sosta entrüstet seiner Woh-nung zu.Ja doch ein Kuppler!" sagte er zu sichselbst;Kuppler! Ein rechtes Giftmaul, dieser Sal-tust! Hält' er mich Schurke oder Dieb genannt, sowollt' ichs ihm noch verziehen haben; aber Kuppler!pfui! in dem Wort liegt etwas, wogegen sich derzäheste Magen in der Welt auflchncn würde. EinSchurke ist ein Schurke zu seinem eigenen Vergnü-gen, und ein Dieb ein Dieb zu seinem eigenenNutzen, und cs liegt etwas Ehrenvolles und Philoso-phisches darin, um seiner selbst willen ein Schuft zusepn: so etwas heißt nach Grundsätzen und in einemgroßen Maßstab handeln. Aber ein Kuppler ist einDing, das sich selbst um eines Andern willen weg-wirft! ein Topf, der um eines Andern Suppewillen ans Feuer gesetzt wird I ein Tischtuch, woranjeder Gast sich die Hände abwischt, und selbst der