Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
109
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eine stärkere Sympathie als die des blosen Unglükszu seinem Gefühlten. Er kroch näher gegen Olinth,denn so blutdürstig die Italiener in einigen Bezie-hungen waren, so bewiesen sie doch in andern keineunnöthige Grausamkeit: sie vermieden den abgeson-derten Kerker und die überflüssige Kette *), undließen den Opfern der Arena den traurigen Trosteiner Freiheit und Gesellschaft, wie sie ein Gefäng-uiß zu geben vermag.

Ja," fuhr der Christ in heiligem Eifer fort,die Unsterblichkeit der Seele, die Auferstehung,die Wiedervereinigung der Todte» ist die groseGrundlchre unseres Glaubens, die grose Wahrheitzu deren Verkündigung und Verbürgung ein Gottselbst den Tod erlitt. Kein gefabeltes Elysium,kein Lichkcnscher Orkus, sondern eine reine, stra-

") Doch hatte» auch schon die Römer Ketten, Fuß-,Hand - und Halseiscn für die Verbrecher, so wieeine hölzerne Maschine mit Löchern, columbargenant, worein die Füße und hisweilen Hände undHals gelegt wurden. Auch schloß man, wenig-. stens bei Sklaven, einen schweren, auSgchöhltenKloz oberhalb der Knie an den Dikbeinen so an,daß er zum Siz dienen und Tag und Nacht mitumhcrgcswlept werden muste, was dann eben soschmerzbaste und beschwerliche, als der Gesund-heit nachtheilige Folgen hatte. Nicht zu gedenke»der Ketten, welche die das Feld bestellenden Skla-ven in der Regel nicht znr Bestrafung, sonder»blos weil es so Sitte war, tragen mnsten.