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„Es gibt," erwiederte der Nazarener schaudernd,„böse Geister ans der Erde, so gut es einen Gottund seine» Sohn im Himmel gibt, und da Du denLeztern nicht anerkennest, so mögen die erstem Machtüber Dich gehabt haben."
Glaukus gab keine Antwort und eine Stille vonmehreren Minuten trat ein. Endlich fragte derAthener mir veränderter, sanfter, halb zaudernderStimme: „Christ, gehört es zn den Lehren DeinesGlaubens, daß die Tobten fortleben; — daß Die,welche hier geliebt, später wieder vereinigt werden; —daß jenseits des Grabes unser Name von dem Qualmder Sterblichkeit, der ihn vor den groben Augender Welt ungerechterwcise verdunkelte, frei wird unddie durch Wüsten und Felsen getrent gewesenen Bächeim heiligen Hades wieder zusammenkreffeo und vonNeuem in Einem Bette fliesen?"
„Ob Das zu meinem Glauben gehöre, o Athe-ner? Nein, ich glaub' es nicht, ich weiß es: -und diese schöne und selige Gewisheit ist es, die mich IIjezt aufrecht hält. — „O Chilene!" fuhr Oliuthwarm fort, — „Braut meines Herzens ! mir im er-sten Monat unserer Vermälung entrissen, werd' ichDich nicht in wenigen Tagen sehen? Willkommen,willkommen Tod, der mich in den Himmel und zuDir bringt!"
Es lag etwas in diesem plözlichen Gefühlaus-bruch, das an eine verwandte Saite in der Seeledes Griechen rührte. Zum erstenmal empfand er