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bloßer Strohhalm gegen den Angriff des mächtigenThicres! Nein, ich glaube, die wahre Milde bestanddarin, daß man ihn nicht lange ungewiß ließ, und cswar daher ein Glück für ihn, daß unsere wohlwollen-den Gesetze langsam in Sprcchung, aber schnell inAusführung des Urtheils find, und daß die Spieledes Amphitheaters, wie durch eine Art weiser Vor-sicht, schon seit so lange auf morgen festgesetzt waren.Wer auf den Tod warten muß, stirbt zweimal."
„Was den Gottesleugner betrifft," bemerkte Klo-dius, „so muß er es mit dem grimmigen Tiger mitunbcwehrter Hand aufnchmen. Auf einen solchenKampf kann man nicht wetten. Oder will Einer dieWette ausnehmend"
Ein schallendes Gelächter drückte aus, wie lächer-lich eine solche Frage scy.
„Armer Klodius," rief der Wirth, „einen Freundzu verlieren will etwas heißen; aber Niemand zufinden, der auf die Möglichkeit seiner Errettungmit Dir wettet, ist noch ein schlimmeres Unglückfür Dich."
„Ja, Das ist wirklich zu arg; für ihn undfür mich würde noch einiger Trost in dem Gedankengelegen scyn, daß er durch seinen Tod doch nochNutzen schaffe." ,
„Das Volk," bemerkte der gestrenge Pansa, „istmit dem Ergcbniß sehr wohl zufrieden. Groß wardie Angst, die Spiele im Amphitheater möchten ohneeinen Verbrecher für die Thiere vorübcrgehen, und