Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
87
Einzelbild herunterladen
 

87

Die Deinige? wiederholte Jone und stand auf,die Deinige Deine Gattin! Noch ist das Blutmeines Bruders nicht gerächt: Wer erschlug ihn?O Ncmcsts! kann ich selbst um das Leben des Glau-kus die heilige Pflicht, die Du mir auferlegst, ver-kaufen? Arbaccs die Deinige? niemals!"

Jone, Jone!" rief Arbaccs mit Heftigkeit aus,was sind das für räthselhafte Worte warumbringst Du meinen Namen mit dem Tod DeinesBruders in Verbindung?"

Meine Träume verbinden ihn mit demselben,und Träume kommen von den Göttern."

Leere Phantasien! Also eines Traumes wegenwillst Du den Unschuldigen kränken und die einzigeMöglichkeit, Deinem Geliebten das Leben zu retten,wegwcrfcn?"

Höre mich," cntgcgnctc Jone fest, mit ent-schlossener feierlicher Stimme:wird Glaukus vonDir gerettet, so will ich nie als Braut in sein HausAnziehen. Aber das Grauen vor der Vermählungmit einem Andern kann ich nicht überwinden: ichkann nicht Deine Gattin werden. Unterbrich michnicht; hör' mich an, Arbaces! stirbt Glaukus, sobiete ich noch an demselben Tag all Deinen KünstenTrotz uitd laß Dir blos meinen Staub! Entferneimmerhin Messer und Gift aus meinem Bereich,kerkere mich ein, lege mich in Fesseln: einer tapfcrnSeele, die zu ihrer Befreiung entschlossen ist, fehlendie Mittel nie. Mit diesen Händen nackt und nn-