Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
82
Einzelbild herunterladen
 

82

.Sendungen in die benachbarten Städte gebrauchtworden. In irgend einem solchen Auftrag, konnte erversichern, habe er ihn auch jetzt verschickt, etwa umden Altären der Isis in Stabiä und Ncapolis süh-nende Opfergabcn wegen der Ermordung ihres Prie-sters Apäcidcs darzubringcn. War Kalenus einmalgestorben, so konnte der Leichnam noch vor des Eghp-tcrs Abreise von Pompeji in den tiefen Sarnus ge-worfen werden; und wurde er dort je entdeckt, sosiel der Verdacht wahrscheinlich auf die gottcSleugne-rischen Nazarener, als hätten sie damit für OlinthsTod Rache nehmen wollen. Nicht sobald hatte Arba-ccs diese Folge voll Ränken, wodurch er sich aus derSchlinge ziehen könnte, eilig an sich vorüber gehenlassen, als er jede Erinnerung an den unglücklichenPriester aus seinem Gcmüth verbannte und ermuthigtvon dem Erfolg, der in letzter Zeit all seine Ent-würfe gekrönt, seine Gedanken Jonen znwandte. Alser das letztem«! bei ihr gewesen, hatte sie ihn durchvorwurfsvollen, bittern Hohn, den seine anmaßendeNatur nicht zu ertragen vermochte, von sich getrie-ben. Jetzt fühlte er sich gckräftigt den Besuch zu wie-derholen; denn seine Leidenschaft für sie war so ziem-lich wie bei andern Menschen beschaffen: es triebihn in ihre Nähe, obwohl er in dieser Nähe erbittertund gedcmüthigt ward. Aus Schonung für ihrenGram legte er seine dunkeln, unfcstlichen Gewänder nichtab, erneuerte aber die Düfte in den Rabcnlockcn undbrachte die Tunika in die gefälligsten Falten. Eh' er