Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
59
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Du mindestens hast ein Anrecht auf diesenRuhm," cntgcgncte Kalcnus und zielte nach einemschicklichen Anlaß, um das Gcheimniß, das auf ihmdrückte, los zu werden, während er andererseits seinegewöhnliche ehrerbietige Scheu vor dem Egyptcr durchden ruhig freundschaftlichen Ton würdevoller Herab-lassung, die derselbe diesen Abend annahm, noch ver-stärkt fühlte:Du wenigstens hast ein Anrechtauf diesen Ruhm. Dir ward unendlicher Rcichthnmzu Thcil; ein Körper, durch dessen feste Fibernkeine Krankheit dringen kann; glückliche Liebe,unerschöpflicher Genuß und selbst in dieser Stundeder Triumph der Rache."

Du meinst wegen des Atheners. Ja, morgenWird sein Tod ausgesprochen werden. Der Senatgibt nicht nach. Aber Du irrst Dich: sein Todgibt mir keine andere Befriedigung, als daß er michvon einem Nebenbuhler in Jone'S Herzen befreit.Weiter fühl' ich keine feindliche Empfindung gegendiesen unglücklichen Todtschläger.

Todtschläger!" wiederholte KalcnuS langsam undbedcutungvoll, und heftete, nachdem er gesprochen,die Augen fest auf Arbaccs. Bleich und fest schienendie Sterne ans das Antlitz ihres Propheten, abersie ließen keinen Wechsel auf demselben wahrnchmc»;des Priesters Blick sank verwirrt und beschämt zuBoden und er fuhr rasch fort:Todtschläger! cs istgut, daß Du ihn dieses Verbrechens anklagst; aberNiemand weiß besser als Du, daß er unschuldig ist."