Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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Lampen sich mit der Sterncnnacht »m die Oberhandstritten, und stieß unversehens auf den Egypten, deraus einem Zimmer zur Seile der Kolonnade her-austrat.

„Ha! Kalcnus — suchst Du mich?" fragte ermit etwas verlegener Stimme.

„Ja, weiser Arbaccs; — hoffentlich kommt meinBesuch nicht zur nurcchren Zeit?"

„Nein; — noch diesen Augenblick nicsetc meinfrcigclaffcncr Kolliers dreimal auf meiner rechten Seite;ich wußte also, daß mir etwas Gutes bcvorstche, undstehe! die Götter senden mir Kalcnus."

„Wollen wir in Dein Zimmer treten, ArbaccS?"

„Wie Du willst; aber die Nacht ist hell undwürzig; ich bin von meiner ncnllchcn Krankheit nochetwas geschwächt, — die Luft erfrischt mich; — gehenwir in dem Garten auf und ab, wir find dort ebenso allein."

„Von Herzen gern," crwicdcrte der Priester;und die beiden Freunde wandelten langsam nacheiner der Terrassen, die, von Marmorvascn undschlummernden Blumen eingefaßt, den Garten durch-schnitten.

„Eine liebliche Nacht!" sprach Arbaces; „lauund schön, wie die in welcher vor zwanzig JahrenItaliens Ufer zuerst zu meinem Blick arifstiegcn.Mein Kalcnus, das Alter fanat an nns zu beschlei-chen; laß uns wenigstens empfinden, daß wir gelebthaben."