Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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Dann folgten die Jsispriestcr in ihren weißenGewändern, barfuß und Kornbüschcl in den Händen;und unmittelbar vor der Bahre wurden endlich dieBilder des Verstorbenen und seiner vielen athenischenVorfahren getragen. Hinter der Bahre folgte, vonihren Frauen umgeben, die einzige Verwandte desVerstorbenen, das Haupt unbedeckt, die Haareherabhängcnd, das Gcficht marmorblaß aber gefaßtund still, außer daß fie dann und wann, wenn vonder Musik erweckt irgend ein zärtlicher Gedankedurch den dunkeln Schlaf des Wehs hinzucktc, dasGesicht mit den Händen bedeckte und ungesehenschluchzte; denn nicht ihre Sache war der lauteSchmerz, die kreischende Klage, die unbeherrschteGcbcrdc, Abzeichen Derer, deren Wehmuth minderaus dem Herzen kam. Damals, wie zu allen Zei-ten, floß der Strom des ticfern Kummers wellcnlosund still.

So zog das Geleite fort, bis es Straßen undStadtthor hinter sich hatte und außerhalb der Mauerndie Stätte der Gräber erreichte, die der Reisendenoch jetzt ficht.

In der Form eines Altars von rauhem Fichten-holz, in dessen Zwischenräumen brennbarer Stoffvorsorglich aufgehäuft lag, erhob sich der Scheiter-haufen; um ihn her nickten die schwarzen, diistcrnCppresscn, welche die Poesie so oft dem Grabe ge-weiht hat.

Sobald die Bahre auf den Rogus gestellt war,