Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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Ans dunklem Thor, wo der Cypreffe Laub *)Vertreten hat des Rosenschmuckes Stelle,

Tritt Wanderer der Erde letzten StaubAuf trlibem Weg nach des 'Kocytus Welle.

Zn Thränen wird der Gruß Dir zugebracht.

Dein Wirth heißt Tod, er fordert Dich znm Zecher,Die Kränze hangen in dem Haus der NachtUnd schwarze Fluten füllen Deinen Becher.

Njcht mehr für Dich das Lachen und das Lied,

Des Tages Glanz, der Nächte süßes Scherzen:

Die Flut die stets des Argos Töchter'*) flieht;

Den Geier, nagend am Titanenherzcn; ***)

Den Aeoliden,-j-) wälzend aus dem ThalDen ew'gen Fels, den ne» der Abgrund raubte;

Der Lyder Fürsten ff-f) in der heißen Onal;

Den Sohn Kalirrhoesff-f-j) mit dreigestaltem HaupteSie wirst Du seh'n in Dämmerung gebannt.

Die trübe glänzt an Plutos ödem Strande;

Schon stehst Du dort, de» Blick zum Kahn gewandt.Der zögernd harrt, daß er Dich drüben lande. °')

*) Vor das Haus eines Verstorbenen wurde eindem Pluto heiliger Cypressenbaum gesetzt, damitNiemand dasselbe betrete, der durch de» Anblickeines Tobten verunreiniget werden konnte, wiez. B. der Pontifer Marimus.

**) Die Danaiden, Bewohnerinnen der Stadt Argos.

***) Prometheus.

-f) Sifyphus.ffff) Tantalus,pffff) Geryon.

*) Bekanntlich glaubten die Alten, der Verstorbenewerde erst nach Beendigung der Leichenseierlichkeitüber de» Styr geschifft.

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