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5 (1836)
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wußte blos von der gegen ihn erhobenen Anschuldi-gung, und mit Empörung hatte sie sogleich jedenGlauben au dieselbe verworfen; ja, als sie vollendserfuhr, daß ArbaceS der Ankläger sei, bedurfte siekeines weiteren Grundes zu der festen, heiligenUcberzcugung, daß dcr.Egyptcr selbst der Mördersei. Aber die große, alles Andere in Hintergrunddrängende Wichtigkeit, die von den Alten jeder aufden Tod eines Verwandten bezüglichen Ceremoniebeigelcgt wurde, hatte bis jetzt ihren Schmerz undihr Bewußtsein auf das Todtcnzimmcr beschränkt.Ach, ihr war nicht die Vollziehung der zarten, rüh-renden Pflicht zugcfallen, wonach der nächste Ange-hörige den letzten Odem, die scheidende Seele,des Geliebten auffassen sollte; aber ihr blieb we-nigstens, die starren Auge», die verzerrten Lippenzu schließen, bei der heiligen Hülle zu wachen, wiesie, frisch gebadet und gesalbt, in festlichen Gewän-dern auf dem elfenbeinernen Bette lag; das Lagermit Blättern und Blumen zu bestreuen, und dengeweihten Cppresscnzwcig an den Thürpfosten zu er-neuern. In diesem traurigen Dienst, unter Weh-klagen und Gebeten vergaß Jone sich selbst. Esgehörte zu den lieblichsten Gebräuchen der Alten,junge Verstorbene in der Morgendämmerung zu be-graben. Wie man überhaupt strebte dem Tod diemildeste Deutung zu geben» so hielt man sich an dasdichterische Bild, Aurora, welche die Jugend liebe,Bulwer's Romane. XXXV. 3